Beziehungsdynamik – so ein Drama

Dramadreieck (Täter-Opfer-Retter) und die Ursache-Wirkung-Dynamik

Das Dramadreieck, auch Täter-Opfer-Retter-Dreieck genannt, beschreibt eine brisante Beziehungsdynamik. Im System des Dreiecks verstricken wir uns in Rollen und Projektionen.

Ursache-Wirkung-Dynamik

 

„Wenn zwei sich streiten, freut sich ein Dritter“ - Volksmund

Ich habe eine schlaflose Nacht genutzt, um die Dynamik zu beschreiben und aus einer Bewusstseinsebene zu betrachten.

Die Wahrheit des Musters erkennen wir nur im Bewusstsein und aus der Beobachterperspektive. Das Dreiecks-Muster ist ein unbewusstes System, im dem wir alle unsere Eigenmacht und unsere Kraft verlieren.

Die Lernaufgabe ist für jeden einzeln und individuell zu erkennen und anzuerkennen, wann und wie das Muster läuft und wie wir in die eigene Kraft zurückzukommen können.

Wir sind eine starke, gemeinsame Kraft, wenn sich alle ihrem eigenen Bewusstseinsprozess widmen.

WIR ...

... sind eine starke, gemeinsame Kraft, wenn sich alle ihrem eigenen Bewusstseinsprozess widmen.

Täter-Retter-Opfer-Muster ist keine Psychoanalyse oder Schublade. Es ist ein Reiz-Reaktions-Muster wie fliehen, zuschlagen, erstarren. Man kann das verändern ... wer vor seiner Aufgabe wegläuft, wird irgendwann stehen bleiben müssen und sich dem was da kommt stellen müssen. Oder er/sie brennt völlig aus vom Weglaufen.

Spätestens dann ist es an der Zeit, sich selbst zu helfen und zu erkennen, dass man selbst auch ein Opfer ist. Weil in diesem Dreieck ist man immer alles - mehr oder weniger – gleichzeitig.

Also wenn du kein Täter sein willst, hör auf, ungefragt Hilfe zu leisten! Wenn du kein Opfer sein willst, hör auf, zu jammern und zu klagen.  

Sag ganz genau und deutlich, was du willst. Grenze dich ab und stehe zu deinen Entscheidungen.

Es ist ein unwillentliches Spiel. Eine Fehleinschätzung bzw. Verschleierung des ganzen Systems.

Das Aufzeigen des Musters ist keine Analyse oder Psycho-Schublade! Es ist ein Spiel, eine Dynamik … wie „Mensch ärgere dich nicht“! Hör auf zu spielen oder hör auf dich zu ärgern.

Was ich versuche ist hier mal den Ablauf zu schildern. Die Spielregeln sozusagen. Es ist programmiert wie das Reiz-Reaktionsmuster (fliehen, erstarren oder zuschlagen). Das sind Zustandserklärungen/-beschreibungen und keine Psycho-Schublade.

Durch Stress oder Schock wird einer der o.g.  Zustände ausgelöst. Und dann ist das auch gut so ...!! In einer solchen Situation ist es sehr sinnvoll.

Wir verhalten uns jedoch zu 99,9 % in unseren Beziehungen zueinander ebenso und das läuft unbewusst ab.

 

Wir man sich dem Ablauf bewusst und nimmt sich die Zeit, die Dynamik mal zu durchhauen, dann kann man im Bewusstsein entscheiden, wie man mit diesen Zuständen in Zukunft umgehen will.

Sprechen wir doch mal vom Schuft - vom Looser/Verlierer - und vom Handlanger - dann können wird das ganze schon etwas leichter annehmen, ♥ hoffe ich.

Ein bewusster, ruhiger Mensch, kann sich dessen bewusst werden, was da „gespielt“ wird bzw. wann und wie das abläuft.

Ebenso unwillentlich läuft ein Suchtmuster ab. Bis man sich klar macht, was das wahre Bedürfnis hinter der Sucht ist und was man da eigentlich tut.

 

Ein Mensch kann bewusste Entscheidungen treffen, wenn im klar wird, dass er auch andere Handlungs-Möglichkeiten hat.
  • Dann kann man Unterstützung anbieten, muss aber nicht.
  • Dann kann man tatkräftig und direkt werden, muss aber nicht.
  • Dann kann man sich unfähig und zu nichts nutze fühlen, muss aber nicht.

 

Alles was sich wie ein Zwang anfühlt ... ist angelernt.

 

Man kann aktiv aus dem Schuft-/Handlanger/Looser-Muster aussteigen, und zum Verhandler, aktiv Hilfesuchenden und Unterstützer werden.

Verhandler

Aus einem Täter/Schuft wird jemand, der nachfragt und verhandelt. Der auf Augenhöhe mit seinen Mitmenschen selbstbewusst seine eigenen Interessen vertreten und Nein sagen kann. Selbstbehauptung ist wird Stärke und dennoch kann er nachfragen, Feedback annehmen und Toleranz zeigen.

Hilfesuchender

Wenn aus dem Opfer/Looser ein Hilfesuchender wird, kann er lernen seine Verletzlichkeit anzuerkennen und sie annehmen. Er lernt und löst seine Probleme selbst aus den jetzigen Möglichkeiten und überwindet seinen Schmerz und lebt und erlebt die eigene Trauer ganz. bewusst. Er bittet aktiv um Hilfe und schiebt nicht mehr ab. Die Empfindsamkeit seiner Seele wird seine Stärke und damit kann er immer kräftiger und Selbstbewusster werden.

Unterstützer

Der Helfer beginnt immer mehr an sich selbst und nicht mehr an andere zu denken. Er lernt sich abzugrenzen und geht keine Symbiosen/Zweckbeziehungen mehr ein. Er löst keine Probleme für andere, sondern schaut seine eigenen Konflikte und Sorgen an.

Danke, dass du bis zum Ende gelesen hast.

✨✨Irene 🍃🕊࿐

࿐࿐࿐

@irenelindner 

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